Mellrichstadt/Neu-Ulm. Drei Rhön-Grabfelder Mannschaften hatten sich vor wenigen Wochen für die Landesmeisterschaften im Rettungsschwimmen qualifiziert. Deshalb machten sich am vergangenen Wochenende die Schwimmerinnen und Schwimmer im Alter von acht bis 16 Jahren auf den Weg, Rhön-Grabfeld und gleichzeitig Unterfranken zu vertreten. Dass dies wieder einmal mehr als gelungen war, zeigte sich an den Platzierungen.
Die Kinder- und Jugendwettbewerbe beginnen immer bereits freitags, so ist es möglich, den kompletten Wettkampf an einem Tag auszutragen. Nach einer gut dreistündigen Fahrt kamen dann die Schwimmerinnen und Schwimmer an. Die Stufe I (8 – 10 Jährigen) wurde von der Wasserwacht Mellrichstadt vertreten, Stufe II (11 – 13 Jährigen) und III (14 – 16 Jährigen) kamen aus der Ortsgruppe Wülfershausen. Nach der Ankunft wurden alle Teilnehmer begrüßt, danach wurde von der Wettkampfleitung gewünscht, dass sich jede einzelne Wasserwacht kurz vorstellt. Dies nutze die Stufe I, um das mittlerweile traditionelle Mellrichstädter 24-Stunden-Schwimmen vorzustellen.
Am Samstag konnte dann mit dem eigentlichen Wettbewerb begonnen werden. Anders als sonst, wurde heuer zunächst mit den Praxisbeispielen im Bereich „Erste Hilfe“ gestartet. Bei der Stufe I waren gleich zwei Verletzte zu versorgen. Das ist relativ ungewöhnlich für die Kleinsten. Schürf- und Kopfplatzwunde stellten aber kein Problem dar und waren im Handumdrehen versorgt. Henning Dietz wies dann auf ungewohnte Art sogar den Krankenwagen ein und sorgte so im Nachhinein für einen Lacher. Er versuchte dies telefonisch durchzuführen, hätte sich aber einfach nur an den Rand stellen müssen. So viel Engagement zahlte sich am Ende aus, denn die sechs Mannschaftsmitglieder meisterten die Situation so souverän, dass die Schiedsrichter prompt die volle Punktzahl vergaben. Auch in der Stufe III waren es mehr Mimen als sonst. Gleich vier Personen mussten versorgt, bzw. sogar zurück ins Leben zurück geholt werden. Für die geübten Wülfershäuser kein Problem, auch sie erhielten alle der zu holenden Punkte.
Anschließend musste das zuvor gelernte Wasserwacht-Wissen angewandt werden. In einem Praxisteil wurden die Gefahren an und in Binnengewässern abgefragt und daraufhin musste ein Fragebogen zum selbigen Thema ausgefüllt werden. Normalerweise folgt darauf eine ähnliche schriftliche Wissensabfrage im Bereich Erste Hilfe. Diese wurde aber in diesem Jahr weggelassen und durch eine weitere Praxisaufgabe „EH“ ersetzt. Das kam bei allen sehr gut an. Die Stufe I zeigte nochmal ein Ellebogenpflaster und die stabile Seitenlage, währigen die Stufe II eine Herzlungenwiederbelebung durchführte. Aufgelockert wurde der Pacours-Vormittag mit mehreren Spielestationen. Hier wurden gerade die Kleineren auf andere Gedanken gebracht, denn für diese ist es gar nicht so einfach, sich mehrere Stunden lang voll zu konzentrieren.
Nach dem Mittagessen, starten die Mannschaften gestärkt in den Schwimmwettkampf. Wie bereits auf der Bezirksmeisterschaft mussten wieder unterschiedliche Disziplinen geschwommen werden. Abgestimmt auf das Alter, sind die einzelnen Staffeln unterschiedlich schwer. Stufe I muss beispielweise einen Korb voller Bälle, der zu Beginn ins Wasser geleert wird, von einem Beckenende zum anderen befördert werden, während die Stufe III mit den perfekten Wechseln bei der Leinenstaffel zu kämpfen hatte. Insgesamt gibt es aber bei allen Tauch- und Rettungsschwimmstaffeln, aber auch kombinierte Übungen, in ganz unterschiedlichen Bereichen.
Am Abend konnte man sich dann überlegen, ob man sich lieber bei gemütlichen Filmen vom Tag erholen wollte oder ob man noch genug Kraft für einen gemeinsamen Spieleabend mit den anderen Mannschaften hatte. Die Wasserwacht Neu-Ulm hatte hierfür die bekannte Fernsehhow „Die Perfekte Minute“ wasserwachttauglich umgewandelt. Innerhalb einer Minute mussten verschiedene Spielsituationen bewältigt werden, die allen großen Spaß bereiteten. Nach diesem anstrengenden Wettkampftag, fielen schließlich alle tot ins Bett.
Am Sonntag stieg dann ein letztes Mal die Spannung. Mit großen Schritten ging es auf die Siegerehrung zu. In jeder Stufe gab es insgesamt 10 Gruppen aus ganz Bayern. Letztendlich erreichte die Stufe I aus Mellrichstadt (Antonia Hahner, Samira Krauß, Mia Heurig, Jule Arnold, Henning Dietz, Simon Hoch und die beiden Trainerinnen Carolin van Eckert und Alissa Hahner) einen sehr guten dritten Platz, mit dem niemand gerechnet hatte. Da es für fast alle der Kinder die erste Bayerische Meisterschaft war, war die Freude über einen solchen Erfolg natürlich riesengroß und die Trainerinnen waren mächtig stolz. Das harte Training in den vergangenen Monaten hatte sich mächtig gelohnt. Die Stufe II der Ortgruppe Wülferhausen (Mara Sterzinger, Elina Englert, Isabel Schröder, Nils Rösner, Björn Will und Nils Abes und deren beiden Trainer Stefan Bergmann und Daniela Heger) erreichten Platz fünf. Ebenfalls aus Wülferhausen, schaffte es die Stufe III (Monique Koch, Corinna Wehner, Florian Heger, David Mayer, Niklas Mauer und Paul Sterzinge mit Coach Rüdiger Arbes.) bis ganz nach oben. Die sechs Schwimmer werden im September Bayern beim Bundeswettbewerb vertreten und dort sicher auch wieder ganz vorne mitschwimmen.
Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Am vergangenen Wochenende traten gleich drei Mannschaften zum Landeswettbewerb im Rettungsschwimmen an. Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft wurde von der Wasserwacht Mellrichstadt gestellt. Außerdem meldete sich wieder die gemischte Mannschaft aus Wülfershausen. Ausgetragen wurden die Meisterschaften in Viechtach/Niederbayern.
Bereits sehr früh starteten die Gruppen, um sich auf den gut vier Stunden langen Weg zu machen. Nachdem alle sich alle angemeldet und beim Mittagessen gestärkt hatten, konnte der erste Tag beginnen. Wie immer wird am Samstag das Wissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geprüft, während am Sonntag die Schwimmerische Leistung zählt.
Begonnen wurde mit Gruppenfragebögen in den Bereichen „Erste Hilfe“ und „Rettungsschwimmen“, bei denen ganz unterschiedliche Fragen gestellt wurden. So beispielsweise wie man bestimmte Unfallsituationen einschätzt, beurteilt und danach richtig handelt. „Wie erkennt man einen Schlaganfall?“ – „Was sind Anzeichen für eine Unterzuckerung?“ Doch auch wer sich etwas mit dem Aufbau des Körpers auskennt, hatte Vorteile. Standardmäßig wurden Herz- und Lungenkreislauf abgefragt oder welches Organ die Galle produziert. Die Fragen über
das Rettungsschwimmen waren nicht weniger kniffelig, als der vorausgegangene Fragenkatalog. Abschleppgriffe, Wissen zur Strandwache und Gefahren an Seen und Meeren. Es war aus vielen unterschiedlichen Bereichen etwas dabei.
Danach startete der Praxisteil „Erste Hilfe“, bei dem in diesem Jahr Unfälle nachgestellt wurden, die tatsächlich vor kurzem passiert waren. So fand sich die Damenmannschaft beispielweise in der Situation wieder, in der auf einem Volksfest eine Schlägerei ausgebrochen war. Überall standen Bierbänke, die das sofortige Handeln deutlich erschwerten. Der Fall bestand aus drei Mimen, zwei davon ansprechbar, während die dritte bewusstlos geworden war. Aufgrund heftiger Schläge in den Bauch und ins Gesicht, entstanden zwei Kopfplatzwunden, eine Verletzung im Bauch, eine Thoraxverletzung und die oben genannte Bewusstlosigkeit.
Bei den Herren wurde im Vorfeld bei der Trainerbesprechung gesagt, dass es „ein Fall zum Nachdenken sei“. Schließlich standen die Herren in einer Viechtacher Kneipe. Die Situation wurde wie folgt beschrieben. „Es ist Winter, ihr seid in dieser Hütte – die Gasheizungen sind voll aufgedreht“. Eines der drei Opfer hatte einen Schlaganfall erlitten und wurde wenig später bewusstlos. Das schockierte einen weiteren Gast so sehr, dass er hyperventilierte und schnellstmöglich ruhiggestellt werden musste. Mime drei war bewusstlos und hatte sich eingenässt. Gruppenführer Matthias Kretschmer behielt die Situation tadellos unter Kontrolle und dachte sogar daran, die restlichen Wirtshausbesucher zu evakuieren. Denn wie sich herausstellte, waren alle Unfälle auf eine Kohlenstoffmonoxidvergiftung, aufgrund der defekten Heizanlage, zurückzuführen. Die Mannschaft meisterte diese Situation insgesamt so souverän, dass die Prüfer am Ende keinerlei Kritikpunkte fanden und deshalb gerne die vollen 2000 Punkt vergaben. Die Mellrichstädter Männer erbrachten die beste Leistung in der Praxisaufgabe und wurden bei der Siegerehrung nochmals extra ausgezeichnet.
Den größten Teil der Punkte gibt es jedoch beim Schwimmen zu holen. Hierfür hatten sich alle Gruppen im Vorfeld vorbereitet. Die üblichen Staffeln sollten schließlich am Wettkampftag möglichst perfekt funktionieren. Sowohl Leinen-, Kleider- und Tauchstaffel als auch die Flossen-, Abschlepp und Kombinierte Staffel klappten fast durchgängig fehlerfrei. Die Damenmannschaft konnte bis auf eine einzige Ausnahme alle der genannten Schwimmübungen gewinnen. Gerade bei der Kombinierten Staffel, bei der alle Gruppenmitglieder schwimmen, waren sie den Gegnern ganz klar überlegen und konnten einen Vorsprung von fast 20 Sekunden herausschlagen.
Die Männer hatten es dagegen nicht gerade einfach, sie mussten gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Viechtach antreten. Man muss wissen, dass diese Mennschaft seit Jahren immer ganz vorne mit dabei ist und sich ihrer Sache meist mehr als sicher ist. Heuer war das anders. Mit Mellrichstadt hatten die gegnerischen Herren ganz schön zu kämpfen. Man hatte sich zum Ziel genommen diese in mindestens einer Staffel zu schlagen. Bei der Tauchstaffel, schafften sie es dann tatsächlich, vorher ins Ziel zu kommen und auch sonst war der Abstand das ein oder andere Mal mehr als knapp.
Die Wülfershäuser schwammen wie gewohnt fast immer zuerst ins Ziel, ware aber in der Leinenstaffel ganz besonders gut. So wurden manche Mannschaften auch ohne Probleme einmal überrundet.
Nach dem Schwimmen stieg dann die Anspannung, denn es ging mit großen Schritten auf die Siegerehrung zu. Hier bedankte sich die Wettkampfleitung noch einmal extra bei den Unterfranken, dass diese sehr kurzfristig noch Helfer organisieren konnten. Lukas Beck, Ersatzschwimmer der Herren, begleitete die Wasserwacht Mellrichstadt und ermöglichte so das Stattfinden des Wettbewerbs. Außerdem wurde erwähnt, wie wichtig es sei, die Hallenbäder in den einzelnen Regionen zu erhalten, da immer weniger Mannschaften teilnehmen würden. Die Bezirkswettbewerbe wurden bei den Erwachsenen sogar komplett angeschafft. Da im Mellrichstädter Hallenbad gleich zwei Ortsgruppen trainieren, ist es ganz besonders wichtig, das heimische Bad zu erhalten.
Letztendlich gewann die Gemische Gruppe aus Wülferhäuser Gruppe, bestehend aus Daniela Heger, Conny Arbes, Svenja Arbes, Stefan Bergmann, Nico Büttner, Johannes Schunk und Coach Rüdiger Arbes und auch die Mellrichstädter Damen konnten sich für den Bundeswettbewerb qualifizieren. Die Truppe besteht aus Anna Karg, Carolin van Eckert, Stephanie Hartmann, Resi Michel und Paula Rausch. Kerstin Cabut trainiert diese seit dem vergangenen Jahr und ist mächtig stolz auf ihre Mädels. Beide Teams werden vom 9. Bis 11. Mai nach Frankfurt fahren und Bayern bei den Deutschen Meisterschaften vertreten.
Die Herren mit den Mitgliedern Jonas Cabut, Florian Johannes, Philipp Beck, Christian van Eckert, Matthias Kretschmer und dem Trainer Klaus Nöthling unterlag den Viechtachern mit etwas mehr als 200 Punkten. Unsere Männergruppe war allerdings der Sieger der Herzen, denn nicht nur die Rhön-Grabfelder freuten sich riesig, dass es endlich einmal fast gelungen war, die harten Gegner zu schlagen und ihnen zu zeigen, dass auch andere schwimmerisch und praktisch gesehen, etwas können. Somit fuhren schließlich zwei Bayerische Meister und ein starker Vizemeister zurück in die Heimat.
Damenmannschaft ist Bayerischer Meister!
Am vergangen Wochenende (27./28.04.) fanden in Viechtach die 35. Bayerischen Meisterschaften der Wasserwacht im Schwimmen und retten statt.
Hierbei schaffte es die Damenmannschaft bestehend aus Stephanie Hartmann, Resi Michel, Carolin van Eckert, Paula Rausch, Anna Karg und Trainerin Kerstin Cabut wieder einen Titel nach Mellrichstadt zu holen. Nicht nur die Freude über Platz 1 war den Mädels ins Gesicht geschrieben, sondern auch dass das Team damit an den Deutschen Meisterschaften (11./12. Mai in Frankfurt/Main) teilnehmen darf!
Eine ebenfalls stake Leistung zeigte die Männermannschaft. Christian van Eckert, Jonas Cabut, Matthias Kretschmer, Philipp Beck, Florian Johannes sowie ihr Trainer Klaus Nöthling boten sich mit dem Favoritenteam aus Viechtach einen harten Kampf und landeten mit nur 220 Punkten Rückstand auf dem 2. Platz!
Ein ausführlicher Bericht sowie Bilder folgen in Kürze!
Neue Bilder und Termine online!
Die Bilder zum Kreiswettbewerb der Stufen I - III, welcher am 23. Februar in Bad Kissingen durchgeführt wurde, findet Ihr nun in unserer Gallery!
Viel Spaß beim Durchklicken...
Außerdem wurden bei der Vorstandssitzung am 14.Februar die Jahresplanung für 2013 soweit möglich vorgenommen. Noch nicht bekannt sind die Termine für Schwimmolympiade und Langstreckenschwimmen. Hier gehts zu den Terminen...
Stufe I siegt bei Kreiswettbewerb im Rettungsschwimmen
Bewährt hat sich, dass die fünf Wasserwachtortsgruppen im Landkreis Bad Kissingen und die sechs Ortsgruppen aus dem Nachbarlandkreis Rhön-Grabfeld ihren Rettungsschwimm-Wettbewerb für Jugendliche zusammenlegen. So gab es nur einen einzigen Wettbewerb, bei dem der Sieger schon vorher feststand, da nur eine Mannschaft gemeldet wurde. Um alle anderen Titel, und damit die Teilnahme an der Bezirksausscheidung, wurde teilweise erbittert gekämpft, wobei zwar die jugendlichen Wasserretter aus den beiden Landkreisen gemeinsam antraten, aber getrennt gewertet wurden.
Insgesamt waren 15 Mannschaften á sechs Teilnehmer für den Kreiswettbewerbgemeldet, so dass in den drei Altersklassen fast immer auf allen Bahnen im Kissinger Hallenbad geschwommen wurde und die Anfeuerungsrufe der mitgereisten Fans und Betreuer dann um so lauter waren.
Der Rettungsschwimm-Wettbewerb, der in drei Altersklassen und bei den älteren im gemischten Sechser-Team absolviert werden muss, bedeutet für die Jüngsten (8-10 Jahre) noch spielerische Aufgaben, während die Älteren schon handfeste Leistungen in der Wasserrettung vollbringen müssen. Allen gemeinsam ist, dass zum schwimmerischen Teil auch die Theorie in Wasserrettung, Erster Hilfe sowie Natur- und Gewässerschutz kommt.
Einen breiten Raum nahm auch die Erste Hilfe ein, so mussten die jugendlichen Helfer etliche gut geschminkte Verletzte richtig verarzten.
Die Sieger werden am 16. März in Dettelbach die Rhöner Farben beim Bezirksentscheid vertreten.
Die Siegerliste
Stufe I: Ortsgruppe Mellrichstadt mit Mia Heurig, Antonia Hahner, Samira Krauß, Jule Arnold, Henning Dietz und Simon Hoch
Stufe II: Ortsgruppe Wülfershausen mit Nils Arbes, Elina Englert, Isabel Schröder, Mara Sterzinger Nils Rösner und Björn Will
Stufe III: Ortsgruppe Wülfershausen mit Florian Heger, Monique Koch, Corinna Wehner, Niklas Mauer, David Mayer und Lea Römling